Buechner Konfirmanden lassen St. Galler Klosterplan aufleben

In ihrem Konfirmationsgottesdienst vom 19. Mai 2019 präsentierten die acht Buechner Konfirmandinnen und Konfirmanden eine selbstgemachte Kopie des berühmten St. Galler Klosterplans samt den Nachbildungen einiger Gebäude aus Karton. Diese brachten sie in Verbindung mit ihrem eigenen Leben und ihren Zukunftswünschen.
Gestaltet wurde der feierliche Gottesdienst im Weiteren von Pfr. Klaus Steinmetz und der Religionslehrerin Liliane Beerli, die die Jugendlichen während des Konfirmandenjahres begleitet hatten. Die musikalische Gestaltung lag in den Händen unseres Organisten Oliver Kopeinig und dem Geschwisterpaar Sarah und Joel Pareth aus Widnau, Gesang und Keyboard. Gleichzeitig feierten die Kinder im Kirchgemeindehaus ihren eigenen Gottesdienst. Im Anschluss an den Gottesdienst profitierte die ganze Festgemeinde beim Apéro auf dem Kirchplatz vom sich unerwartet aufhellenden Himmel.

Wie waren die Konfirmandinnen und Konfirmanden gerade auf den St.Galler Klosterplan gekommen? Im Konfirmandenlager zusammen mit den Thalern im vergangenen September hatten sie den «Campus Galli» besucht, eine Baustelle nahe der süddeutschen Stadt Messkirch, nördlich von Konstanz, wo in einem ehrgeizigen, auf 60 Jahre angelegten Projekt der St. Galler Klosterplan mit mittelalterlichen Werkzeugen originalgetreu aufgebaut wird. Die Jugendlichen waren so begeistert, dass sie beschlossen, an der Konfirmation «den St. Galler Klosterplan zu machen». Aber wie macht man den? Zuerst wurde der Plan im Massstab 1:100 auf eine Sperrholzplatte gemalt. Er besteht im Original aus 45 Gebäuden und 5 Gärten. Danach suchte jeder Konfirmand ein Gebäude bzw. einen Garten aus. Nach mehreren, im Internet gefundenen Rekonstruktionsversuchen wurden in den letzten Wochen unter tatkräftiger Mithilfe von Uschi Steinmetz die Häuschen aus Karton gebastelt und bemalt.

Der St.Galler Klosterplan ist z.Z. in aller Munde. Die Buechner Konfirmandengruppe lag mit ihrer Aktion also voll im Trend. Anfang April eröffnet Bundesrat Berset in St. Gallen eine neue Ausstellung rund um das 1200 Jahre alte Dokument. Das St. Galler Tagblatt schrieb dazu einen Artikel mit dem Titel «Der Bauplan für eine friedlichere Welt». In der Tat ist der Klosterplan zeichnerischer Ausdruck des Wunsches, dass Menschen mit den unterschiedlichsten Begabungen und Fähigkeiten zusammen leben, arbeiten und beten können. «Ora et labora», ein gutes Motto auch für die jungen Leute von heute, die bei ihrem Einstieg ins Berufsleben nicht mehr nur Karriere und schnellen Reichtum anstreben, sondern sich bewusst sind, dass es eine Balance von Arbeit und Freizeit braucht, aber mehr noch eine sinnvolle und erfüllende Tätigkeit, bei der man sich gegenseitig ergänzt.
Autor: Jnes Sarcinella     Bereitgestellt: 23.05.2019     Besuche: 34 Monat
 
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