Fr├╝hlingsputz

und mehr
Pfr. Klaus Steinmetz,
Was machen eigentlich unsere kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Coronazeiten?

Wir Pfarrer arbeiten normal, nur hat sich unsere Tätigkeit verlagert. Statt beim Hausbesuch sind wir am Telefon, statt den Gottesdienst in der Kirche zu halten, verschicken wir ihn auf all den Kanälen, denen das Virus nichts anhaben kann. Ausserdem arbeiten wir vor, damit wir für die „Zeit danach“ gerüstet sind, wenn alles Aufgeschobene nachgeholt wird. Auch die Organisten üben fleissig und berarbeiten ihr Notenarsenal.

Unsere Sekretärin hat nicht weniger zu tun als sonst, ist sie doch die Drehscheibe für alle kurzfristigen Mitteilungen, Absagen, Terminverschiebungen.

Unsere Religionslehrerinnen haben mit Herzblut vielseitige Broschüren für verschiedene Altersgruppen zum Thema Ostern verfasst mit Geschichten, Bildern und Rätseln und per Post an ihre Schülerinnen und Schüler verschickt.

Und wenn ich durch unsere beiden Kirchgemeindehäuser gehe, dann sehe ich unsere Hauswarte und Mesmer hoch oben auf der Leiter am Fensterputzen.

Die Schweiz war noch nie so sauber wie in diesem Frühling. Das gilt auch für unsere kirchlichen Räumlichkeiten. Manche versteckten Tablare, die man nur alle paar Jahre einmal säubert, sind jetzt wieder auf Hochglanz.

Besuchen Sie unsere Räume, wenn man wieder darf, und überzeugen Sie sich selbst!
Dies alles geschieht gründlich und ohne den üblichen Zeitdruck. Eine schöne Erfahrung in all dem Unschönen, das so eine Pandemie mit sich bringt.

Nun hoffen wir, dass wir bald wieder vorbehaltlos in unsere Kirchen und Kirchgemeindehäuser strömen können, um Gemeinschaft und Nähe ganz neu zu geniessen.
Bereitgestellt: 28.04.2020     Besuche: 49 Monat
 
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