Pfarrerin Barbara Köhler zieht weg

BK1 (Foto: Stefan Gerth)
Die Thaler Pfarrerin Barbara Köhler wird Ende April 2027 pensioniert. Sie wird aber das Pfarrhaus der Evangelischen Kirchgemeinde Thal-Lutzenberg früher verlassen, weil sie bereits ab November in Goldach wohnen kann.
Betreffend Wohnsituation standen die Kirchenvorsteherschaft und Pfarrerin Barbara Köhler bereits seit einigen Monaten in Kontakt. Es wurde abgesprochen, dass das Pfarrhaus auf Wunsch auch früher als bei der Pensionierung übergeben werden kann. Die Kirchenvorsteherschaft freut sich, dass Barbara Köhler mit einer Wohnung in Goldach fündig wurde, und wünscht ihr damit viel Freude im bald beginnenden dritten Lebensabschnitt. Kirchenvorsteherschaft und Barbara Köhler betonen, dass der Dienst als Pfarrerin von Thal davon nicht tangiert wird.

Stelle ausgeschrieben
Mit dem bevorstehenden Wegzug hat sich die Kirchenvorsteherschaft unverzüglich an die nötigen Abklärungen gemacht, die damit einhergehen. So hat sie sich Gedanken gemacht, was mit dem Pfarrhaus in Thal geschehen soll, will aber nichts überstürzen, weil sie sich erhofft, dass die Nachfolge von Pfarrerin Köhler im Verlauf der nächsten Monate geklärt werden kann. Die Ausschreibung der Pfarrstelle läuft offiziell noch bis Ende September 2026. Für das Pfarrhaus in Thal hat die Kirchenvorsteherschaft fürs Erste eine Liegenschaftsschätzung veranlasst und prüft verschiedene Varianten, die für die Zukunft in Frage kommen könnten. Der Liegenschaftsverantwortliche Fabian Aemisegger betont indes, dass sich die Behörde noch auf keine konkrete zukünftige Nutzung des Pfarrhauses festgelegt habe: «Was mit dem Pfarrhaus geschehen wird, wird sich im Rahmen der baulichen Abklärungen und der zukünftigen Stellenbesetzung erst noch weisen.»

Trotzdem Heimandachten
Ende September wird Barbara Köhler an einer Studienreise teilnehmen. Im Oktober wird sie Ferien beziehen und möchte diese Zeit für ihren Umzug nutzen. Von Ende September bis Ende Oktober steht sie deshalb nicht im regulären Dienst. Die Andachten in den Altersheimen wird sie während dieser Zeit aber weiterhin halten, wofür ihr die Kirchenvorsteherschaft herzlich dankt.

Synodensitz neu besetzen
Da Barbara Köhler ihren Wohnsitz in eine andere evangelisch-reformierte Kirchgemeinde des Kantons St. Gallen verlegen wird, muss sich die Kirchgemeinde auch Gedanken über die Nachfolgelösung in der Synode, dem kantonalen Kirchenparlament machen. Gemäss der entsprechenden Verordnung hat der Wegzug aber keine unmittelbare Folge, selbst wenn Barbara Köhler nicht mehr am Ort wohnen wird, den sie in der Synode vertritt. Sie könnte offiziell bis zum Ende der laufenden Amtsdauer (also bis am 31. Mai 2030) im Amt als Synodale bleiben. Im Interesse einer geordneten Vertretung der Kirchgemeinde in der Synode wird Barbara Köhler das Mandat bis zur Durchführung einer Ersatzwahl weiterführen. Die Kirchenvorsteherschaft hat die Ersatzwahl für die Kirchgemeindeversammlung vom März 2027 einberufen. Der offizielle ökumenische Abschieds- und Dankgottesdienst für Barbara Köhler findet wie bereits angekündigt am 2. Mai statt.